Wie wichtig ist ein Netzwerk für eine chemische CRO?
Wie viel Netzwerk braucht eine chemische CRO, um Kunden erfolgreich zu unterstützen?

Die Antworten auf diese Frage reichen vermutlich von „gar nicht“ bis hin zu „je größer und vielfältiger, desto besser“. Auf den ersten Blick erscheint die zweite Antwort deutlich attraktiver – ganz nach dem Motto: Größe ist ein Vorteil.
Bei genauerem Hinsehen ergibt sich jedoch ein differenzierteres Bild. Denn es gibt noch eine weitere allgemein bekannte Weisheit: „Aus nichts wird nichts“ (frei nach Shakespeares King Lear). Anders ausgedrückt: Der Aufbau und die Pflege eines Netzwerks erfordern Zeit, Geld und personelle Ressourcen.
Ressourcen, die möglicherweise an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt werden könnten.
Wie komme ich auf dieses Thema?
Als chemische CRO unterstützt ChiroBlock seine Kunden bei chemischen Fragestellungen und Herausforderungen rund um die Synthese von Molekülen. Dennoch erhalten wir regelmäßig Anfragen zu Themen, die weit außerhalb unseres eigentlichen Fachgebiets liegen:
- Wie sollte ich meine Mückenfalle konstruieren?
- Ist dieses Gerät UV-beständig?
- Wird dieser Lebensmittelzusatzstoff gut schmecken?
- Wie groß ist der Markt für meinen neuen Dünger in Europa?
Warum beschäftigen mich solche Fragen? Weil Kunden sie stellen – und bekanntlich gilt der Kunde als König.
Doch sollte man jedem Kunden immer die Antwort geben, die er hören möchte? Oder endet man dann wie Shakespeares König Lear, der sich lieber bestätigen ließ als ehrliche Antworten zu erhalten?
Aus meiner Sicht gibt es drei mögliche Vorgehensweisen:
- Wissen vortäuschen und Antworten liefern, obwohl die notwendige Expertise fehlt.
- Sich auf die eigenen Kernkompetenzen konzentrieren und ehrlich sagen: „Das wissen wir nicht.“
- Über ein großes Netzwerk verfügen und den Kunden an einen passenden Experten weitervermitteln.
Bei ChiroBlock wählen wir außerhalb unseres Kompetenzbereichs bewusst den zweiten Ansatz.
Nicht weil wir nicht helfen möchten, sondern weil wir unseren Kunden nur Antworten geben wollen, die auf tatsächlicher Expertise beruhen.
Wir investieren unsere Ressourcen lieber in chemische Forschung, Auftragssynthese und Prozessentwicklung als in den Aufbau eines beliebigen Netzwerks, das von Agrarwissenschaften über Marktforschung bis hin zur Gastronomie reicht.
Natürlich benötigen auch wir Partnernetzwerke. Deshalb arbeiten wir beispielsweise mit Initiativen wie 4Synth sowie weiteren chemischen Netzwerken zusammen. Dadurch können wir bei Bedarf auf zusätzliche Technologien, regulatorische Expertise, Scale-up-Kapazitäten oder Lieferkettenlösungen zugreifen, ohne unseren fachlichen Fokus zu verlieren.
Unsere Kunden erhalten genau das, was wir versprechen:
Unterstützung bei der Entwicklung, Synthese und Herstellung chemischer Verbindungen – unabhängig von Struktur, Anwendung oder Synthesetechnologie.
Wir glauben, dass dies die richtige Balance zwischen Spezialisierung und Vernetzung darstellt.
Wie sehen Sie das?
Ist ein klarer Fokus wichtiger als ein möglichst großes Netzwerk?
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